Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Weitere Informationen zu den verschiedenen von uns verwendeten Cookie-Typen und ihrem jeweiligen Zweck finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die B2B Bulgarien-Spezialisten

Produktionsauslagerung · Handelsvermittlung · Investition · Beratung

Wenn Bulgarien in den Medien genannt wird, wird es meist als ärmstes Land in der Europäischen Union betitelt. In der Tat ist es so, das in Bulgarien ein grosser Teil der Menschen unterhalb des Existenzminimums lebt. Jedoch wird mit dieser kurzen Bezeichnung der Sachverhalt in diesem Land der Gegensätze verzerrt dargestellt. In Bulgarien gibt es starke Einkommensgefälle von Stadt- zur Landbevölkerung und nochmal in den Städten unter sich. So ist zum Beispiel in den größten sechs Städten, in denen über die Hälfte der 7 Millionen Einwohner leben, die Infrastruktur hervorragend, das Bildungsniveau hoch und die Arbeitslosenquote gering.

Im Gegenzug sind die dünner besiedelten Gebiete, vor allem im Nordosten und Nordwesten des Landes infrastrukturell schlechter entwickelt. Diese Gebiete leiden sehr unter Stadtflucht der Abwanderung ins Ausland. Auch wenn in diesen Gebieten qualitative Arbeitskräfte kaum zu finden sind, treibt die dünne Besiedelung die Preise für landwirtschaftliche Flächen immer weiter runter. Schon jetzt sind dort große Getreidefarmen zu finden, die meistens unter der Verwaltung ausländischer Investoren stehen. Der Nordosten Bulgariens, die Region um die Kreisstadt Dobrich, wurde schon unter den Griechen und Römern als Kornkammer des Balkans bezeichnet. Noch heute werden zur Erntezeit in der Hafenstadt Balchick täglich dutzende Frachtschiffe mit Korn beladen unter anderem bis nach China geschickt. Was die antiken Herrscher jedoch noch nicht wussten, ist die Tatsache, dass diese Region auch reich an Bodenschätzen ist. So werden seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts Gas und Öl in der Region abgebaut.

Zwischen diesen beiden Regionen liegt das nördliche Zentralbulgarien mit den Städten Ruse, Lowetsch und  Veliko Tarnovo. 2 dieser beiden Städte (Ruse und Veliko Tarnovo) zählen zu den eingangs erwähnten 6 größten Städten. Ruse, gelegen an der Donau, hat eine lange Tradition im Schiffbau und in der Textilindustrie. In der Universitätsstadt Veliko Tarnovo liegen die Schwerpunkte in der Nahrungsmittelindustrie. In Lowetsch sind die Schwerpunkte auf Keramik und Automobilindustrie gelegt. Namhafte Unternehmen wie Ideal Standard (Deutschland) und Great Wall (China) haben hier ihre Produktionsstätten.

Die Hauptstadt Sofia mit Ihren 2,5 Millionen Einwohnern ist nicht nur die weitaus größte Stadt des Landes, sondern bei weitem auch die modernste. Viele europäische Firmen, von großen Konzernen bis hin zu mittelständigen Unternehmen haben hier ihre Standorte, von Callcentern über Handelsvertretungen bis hin zu Produktionsstätten verschiedenster Branchen. Herauszuheben ist die hohe Zahl an IT-Unternehmen, der Elektro- und der Maschinenbauindustrie und der Banken und Finanzsektors. Sofia ist eine junge Stadt mit einem hohen Bildungsniveau, allerdings auch einem weitaus höheren Lohn- und Preisniveau als der Rest des Landes.

Das hat zur Folge, dass sich viele Unternehmen auch in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt des Landes angesiedelt haben. Plovdiv ist nach Sofia das größte Industriezentrum des Landes. Traditionell liegt hier das Zentrum der Lebensmittel, Textil und Metallindustrie, auch wenn in letzter Zeit durch Zuzug vieler ausländischer Unternehmen, vor allem Mittelständler aus Deutschland, die Branchenvielfalt enorm zugenommen hat.

Die Küstenregion mit den Großstädten Varna und Burgas hat Ihren Schwerpunkt im Tourismus. Kaum einem reiselustigen Europäer sind die Ressorts "Goldstrand" (Varna,Norden) und "Sonnenstrand" (Burgas,Süden) nicht geläufig, bis zu 9 Millionen Menschen verbringen hier jedes Jahr ihren Sommerurlaub. Außerdem sind die Küstenstädte mit Ihren Schwarzmeerhäfen wichtige Verkehrsknotenpunkte. Burgas steht außerdem im Focus der Energieindustrie. So befindet sich hier unter anderem die größte Raffiniere Südosteuropas, betrieben vom russischen Energieunternehmen Lukoil. Etwas nördlich von Burgas ist der Südhang des Balkangebirges ein beliebter Standort für Solarenergiefelder.

Im Hinterland von Burgas, nahe der Städte Karnobat, Stara Zagora bis hin nach Plovdiv befindet sich südbulgarische Tiefebene und das Rhodopengebirge. Hier liegen die wirtschaftlichen Schwerpunkte auf den Spezialitäten des Landes: Zum einen der beliebte bulgarische Wein. Bulgarien ist mit einem Exportvolumen von nahezu 2 Millionen Hektolitern einer der weltweit größten Weinexportländer. 85% Der Exporte gehen nach Russland und Osteuropa, In Deutschland und Österreich sind bulgarische Weine, trotz ihres hohen Qualitätsniveaus oft nur als Randprodukte oder in einigen ausgewählten Weinhandlungen zu finden. Dieser Superlativ ist nur durch das Bulgarische Rosenöl zu toppen, von dem nahezu 80% der weltweiten Produktion im Tal der Rosen nahe Stara Zagora stattfindet.